Googles neuer index caffeine

Auswirkungen auf die SEO

01.07.10 Google hat kürzlich seine Umstellung auf eine neue Technik namens Caffeine abgeschlossen - und beteuert, am Suchalgorithmus, Grundlage aller SEO-Maßnahmen, habe sich dadurch nichts geändert. Das

Bereits seit dem Spätsommer 2009 arbeitete Google an der Umstellung auf Caffeine, Anfang Juni 2010 war es dann so weit.

Google betont, dass Caffeine "kein neuer Suchalgorithmus" ist. Caffeine sei stattdessen ein neuer Suchindex - also eine komplett überarbeitete Version jener gigantischen Tabelle, in der Google alle erfassten Webseiten sammelt.

2008 hatte Google bereits rund eine Billiarde Links in diesem Index - inzwischen dürften es durch Content-Erzeuger aus dem Social-Media-Sektor wie etwa Twitter noch viel mehr sein. Jedenfalls belegt Caffeine bereits eine Datenbank mit fast 100 Millionen GByte Speichervolumen - und jeden Tag kommen mehrere hunderttausend GByte hinzu.

Bislang wurde dieser Content in Schichten eingeteilt, die in unterschiedlichen Abständen aktualisiert wurden. Um mit der explosionsartig wachsenden Content-Menge Schritt halten zu können, wird bei Caffeine nun stattdessen das Web als Ganzes in kleinere Portionen aufgeteilt, die kontinuierlich aktualisiert werden. Dadurch soll neuer Content im Web sehr viel schneller als bisher - im Idealfall schon Sekunden nach der Veröffentlichung - über die Google-Suche zu finden sein.

Der Vergleich von altem und neuem Index
Der Vergleich von altem und neuem Index
(Bild: Google)
Googles Such-Guru Matt Cutts  greift zu einem anschaulichen Vergleich, um die Auswirkungen des Index-Tunings zu verdeutlichen: "Bisher mussten Webseiten quasi 20 Minuten an der Haltestelle warten, bis der Bus kam. Jetzt gehen sie vor die Tür und da wartet schon die Limousine." Technisch gesehen passiert das vornehmlich durch ein neues, wesentlich leistungsfähigeres Dateisystem namens GFS 2 (Google File System 2).

Laut Google hat sich durch Caffeine der eigentliche Suchalgorithmus - also die Rechenvorschrift für die Bewertung der erfassten Webseiten, um sie in eine Reihenfolge für die Anzeige auf den Ergebnisseiten (SERPs) zu bringen - nicht geändert. Das ist glaubwürdig und technisch korrekt, aber dennoch etwas in die Irre führend. Tatsächlich haben viele Webseitenbetreiber festgestellt, dass ihre Seiten nach der Umstellung anders gerankt wurden als vorher.

Der Grund dürfte vermutlich sein, dass durch die leistungsfähigere Caffeine-Infrastruktur nun mehr Informationen in kürzeren Abständen erfasst werden und sich auf diesem Weg Veränderungen der SERPs (Search Engine Result Pages) ergeben, auch wenn der Algorithmus der gleiche geblieben ist. Veraltete Seiten laufen nun wohl eher Gefahr, von den vorderen Plätzen durch aktuellere Seiten verdrängt zu werden.

 

Um mit den Auswirkungen der Caffeine-Umstellung sinnvoll umzugehen, empfehlen SEO-Experten folgende Maßnahmen:

    Googles Sprachrohr Matt Cutts
    Googles Sprachrohr Matt Cutts
    (Bild: Google)

    Soziale Signals optimieren

    Um noch einmal den Google-Mitarbeiter Matt Cutts zu zitieren: "Wirklich aufregend bei Caffeine sind die verbesserten Möglichkeiten, zusätzliche Informationen zu den indexierten Dokumenten zu speichern." Solche sogenannten Signals sind zum Beispiel Informationen wie die Ladezeit einer Seite, wie lange es die übergreifende Domain schon gibt, die Anzahl der Backlinks und so weiter. Johannes Beus von Sistrix glaubt, das Google in Zukunft verstärkt Signals aus sozialen Netzen nutzen wird.

    PubSubHubbub nutzen

    Google sieht sich auf dem Weg zur Echtzeitsuchmaschine und betont, dass durch Caffeine die Aktualität der SERPS um 50 Prozent steigt - worauf sich das auch immer beziehen mag. Sein Faible für Aktualität demonstriert Google beispielsweise auch durch die Integration von Suchergebnissen aus Twitter direkt in den allgemeinen Suchergebnissen. Allerdings: Durch Caffeine werden Webseiten aber nicht schneller gecrawled als früher, die Crawling-Ergebnisse werden nur schneller in den Index überführt. Webseitenbetreiber können aber selbst dafür sorgen, dass ihr Content schneller bei Google landet. Eine davon ist zum Beispiel der Einsatz des noch sehr jungen Protokolls PubSubHubbub. Dadurch wird frischer Inhalt auf einer Seite aktiv an Google gemeldet. PubSubHubbub (PuSH) ist von zwei Google-Mitarbeitern entwickelt worden und etwa im Blog-Bereich innerhalb kürzester Zeit zum Quasi-Standard avanciert.

    Umfassend agieren

    Besonders wichtig sei, sämtliche Kanäle der Google Universal Search zu bedienen, rät Niko Bardowicks von Online Marketing Solutions: "Da sind zum einen die speziellen Suchdienste von Google wie Newssuche, Videosuche, Blogsuche und zum anderen die verschiedenen Medien, Text, Bild und Video, die alle berücksichtigt werden müssen. Eine stete Aktualisierung der Inhalte ist unabdingbar."

    zurück zur SEO Agentur

 


Internet Agentur Bodensee Sitemap
| Online-Marketing | SEO | Webdesign
Hochzeitsfotograf
IAB Quick Links

Referenzen
Referenz Apps der IAB
Unser App Portfolio

Portale
IT-Entwickler-Jobs.de
Die Jobbörse für Entwickler

Portale
App Entwickler Verzeichnis
Portal zur Vermittlung von App Aufträgen und App Programmierung

Ihr Ansprechpartner

webdesigner-dw Daniel Würstl
Dipl. Betriebswirt (FH)

kontakt@internet-agentur-bodensee.com

FON 0751 958 718 78